Tollwut bei Haustieren

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Für Jahrhundert war die Tollwut eine der am meisten gefürchteten Krankheiten. Tollwut verursacht jährlich durchschnittlich 59.000 Todesfälle auf der Welt.

Definition

Tollwut ist eine infektiöse und zerstörerische Viruserkrankung (Lyssa-Virus), die Säugetiere, einschließlich Hunde, Katzen und Menschen, befällt. Etwa 98% der Tollwutfälle sind „Hundetollwut„, die vom Hund auf den Menschen übertragen wird. In vielen Ländern ist daher eine regelmäßige Impfung von Hunden und Katzen vorgeschrieben (1).

Symptome

Das Tollwutvirus wird im Speichel des kranken Tieres übertragen. Die Krankheit wird oft durch einen Biss und in geringerem Maße durch die Kontamination der offenen Wunde übertragen.

Mann, gebissen von einem Hund (12. Jahrhundert)
Mann, gebissen von einem Hund (12. Jahrhundert)

Es gibt drei Stadien der Krankheit, aber nicht alle infizierten Tiere zeigen alle drei Symptomstadien. In der ersten Phase können allgemeine Symptome beobachtet werden, die nicht sehr spezifisch sind. Das sind:

  • Schwäche
  • Fieber
  • Angst
  • Stimmungsschwankungen

In der zweiten Phase der Erkrankung (rasende Wut) können weitere Symptome auftreten. Diese Symptome sind:

  • Wut und Beißneigung
  • Beißen oder Lecken der Wundfläche
  • Überreaktion auf Licht
  • Unfähigkeit zu schlucken und damit Überlaufen des Speichels
  • Änderung des Bell- oder Miau-Geräuschs
  • Unfähigkeit, die Umwelt zu erkennen.
  • Muskelkrämpfe

In der dritten Phase der Erkrankung treten neurologische Symptome auf. Das sind:

  • Ungleichgewicht
  • Lähmung des ganzen Körpers
  • Koma

Der Tod nimmt nach der letzten Stufe Gestalt an “Stumme wut”.

Risikofaktoren

  • Alle warmblütigen Tiere können Tollwut entwickeln.
  • Haustiere, die nicht geimpft wurden oder die nicht ausreichend geimpft sind.
  • Haustiere, die mit Tieren in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für Tollwut in der freien Wildbahn haben (Stinktier, Fledermaus, Fuchs, etc.).
  • Tiere, die nicht geimpft wurden oder von Lebewesen gebissen wurden, die von Tollwut bedroht sind.

Wusstest Du es?
Tollwut kann auf dem Luftweg auf Tiere und Menschen übertragen werden, die in die Fledermaushöhle eindringen (2).

Behandlung

Es gibt keine Behandlung der Tollwutkrankheit.
Bei Verdacht auf Tollwut bei Tieren  mit neurologischen Symptomen mit unzureichender Impfung werden Quarantäne- und Euthanasiemaßnahmen ergriffen.

Vorbeugung

Obwohl Tollwut in Deutschland sehr selten ist, muss jedes Tier eine Tollwutimpfung erhalten. Die Impfung ist die einzige wirksame und schützende Methode gegen Tollwut. Du solltest Deinen Tierarzt regelmäßig besuchen und den Impfstoff Deines Haustiers mit dem PetLEO Impfplaner auf dem neuesten Stand halten.

Beim Transport von Tieren aus einem Land, in dem Tollwut existiert, nach Deutschland ist darauf zu achten, dass die Impfstoffe des Hundes oder der Katze vollständig und ausreichend sind.

Zusammenfassung

Denke daran, dass Tollwut eine tödliche Krankheit für Tiere und Menschen ist. Die häufigste Übertragung erfolgt von Hunden und Katzen auf den Menschen. Die einzige und sichere Schutz vor Tollwut bietet eine entsprechende Impfung.

Quellen

  1. https://www.cdc.gov/features/rabies/index.html
  2. https://www.cdc.gov/rabies/transmission/index.html

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