Ist mein Hund oder meine Katze vergiftet?

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Hunde neigen von Natur aus dazu, alles zu fressen, was Sie finden – überall und jeder Zeit. Die Tiere sind in ihrer Welt mit vielen schädlichen Faktoren konfrontiert. Aber weißt du, was ist zu tun, wenn dein Hund vergiftet wurde?

Vor allem Welpen und Junghunde sind versessen darauf, ihre Umgebung kennenzulernen indem sie unbekannte Dinge ansehen, beschnüffeln und fressen. Von Schuhen bis zu Sofarändern, von Zahnpasta bis hin zu Medikamenten ist meistens nichts vor deinem Freund auf vier Pfoten sicher – er nimmt alles in die Schnauze, was er finden kann. Herrchen und Frauchen realisieren so etwas häufig erst dann, wenn es bereits zu spät ist, den Hund zu stoppen.

Nicht nur zu Hause, sondern auch auf der Straße wollen Hunde gerne alles fressen. Leider leben wir jedoch nicht in einer bunten und harmonischen Traumwelt.

Vor allem die Handlungen einiger Hundehasser nehmen immer grausamere Formen an. Sie bereiten einige spezielle Köder vor, um Ihrem Haustier zu schaden oder dieses sogar zu töten. Zersplittertes Glas, Nägel, Rasierklingen, umhüllt von leckerem Fleisch, sowie Rattengift oder andere giftigen Substanzen, werden für Hunde und Katzen mit Würsten, Fleischbällchen und ähnlichen Leckereien garniert um sie zu vergiften.

Normalerweise befinden sich die giftigen Köder an öffentlichen Orten und es ist kaum eine Chance für dich, dein Haustier vor Giftködern zu schützen, sogar wenn dein Hund angeleint ist. Zwar können Hunde trainiert werden, nicht vom Boden zu essen, aber es gibt auch dann keine Garantie dafür, dass sie sich auch daran halten. Bei Katzen, die Freigänger sind, ist es weitaus schwieriger, wenn nicht gar unmöglich, sie zu schützen.

Rattengift
Meide solche Bereiche

Abhängig vom Gehalt der giftigen Substanz können bei Deinem Hund verschiedene Symptome auftreten. Je früher du es bemerkst und mit deinem Tierarzt sprichst, desto besser ist die Prognose. Beachte bitte, dass Giftstoffe nicht nur durch die Einnahme, sondern auch durch Kontakt mit der Haut oder durch Einatmen aufgenommen werden können.

 

Welche Schritte soll ich unternehmen?

Denke daran, dass du im Falle einer Vergiftung gegen die Zeit rennst! Du brauchst schnellstmöglich eine professionelle Beratung durch einen Tierarzt oder ein Giftzentrum. Die folgenden Schritte kannst du jedoch unternehmen, bevor du zu einem Tierarzt gehst.

  1. Keine Panik.
  2. Entferne deinen Hund sofort aus dem Gebiet, wo der Giftköder genommen wurde, denn häufig fressen Hunde noch weiter, wenn sie weitere Nahrung finden.
  3. Bringe das aufgefundene giftige Material an einen Ort, der für deine und andere Haustiere unerreichbar ist. Bewahre die Verpackung, das Fläschchen oder den Behälter mit giftigem Material auf. Dem Tierarzt hilft es bei seiner Diagnose zu wissen, was Dein Tier gefressen hat und kann evtl. den Giftköder zu bestimmen, um ein Gegenmittel zu indizieren.
  4. Überprüfe die Vitalwerte oder Krankheitszeichen deines Haustieres (z. B. Atemfrequenz, Verhalten, Herzschlag), um dieses dem Arzt mitteilen zu können
  5. Gib deinem Haustier kein Futter, Medikamente wie Aktivkohle oder Hausmittel, die du im Internet gefunden hast. Versuche nicht, dein Haustier zum Erbrechen zu bringen. Manchmal kann Erbrechen schädlich sein.
  6. Ruf so schnell wie möglich nach tierärztlicher Hilfe. Habe Telefonnummer und Adresse der Tierklinik deines Vertrauens stets parat.

 

Warte nicht zu lange

Wenn Du denkst, dass Dein Hund einen Giftköder gefressen hat, warte nicht ab, ob sich Anzeichen einer Vergiftung einstellen. Vergiss nicht: Je schneller du zu deinem Tierarzt gehst, desto mehr Chancen hat dein Haustier gerettet zu werden.

 

Es gibt ein enges Zeitfenster, um die Aufnahme von Schadstoffen aus dem Körper deines Haustieres zu reduzieren. Hier sind einige Anzeichen von Beschwerden, die dein Hund zeigen könnte:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Miosis: übermäßige Verengung der Pupille
  • Mydriasis: Erweiterung der Pupille
  • Krämpfe
  • Müdigkeit
  • Schwarzer Kot (kann durch Magenblutungen verursacht werden)
  • Schweres Keuchen
  • Dyspnoe (Atemnot)
  • Helles Zahnfleisch (helle Schleimhäute)
  • Erhöhtes Sabbern
  • Ohnmacht
  • Übermäßiger Speichelfluss
  • Mangelnde Koordination

 

Wenn du einige dieser Symptome nach einer toxischen Belastung siehst, solltest du deinen Hund sofort zum Tierarzt bringen.

 

Es gibt 8 Giftkontrollzentren in Deutschland, die Du 24 Stunden lang kontaktieren kannst:

 

  • Berlin – Giftnotruf der Charité – Universitätsmedizin Berlin: +49-30-19240
  • Bonn – Informationszentrale gegen Vergiftungen: +49-228-19240
  • Erfurt- Gemeinsames Giftinformationzentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sowie der Freistaaten Sachsen und Thüringen: +49-361-730730
  • Freiburg- Informationszentrale für Vergiftungen: +49-761-19240
  • Göttingen- Giftinformationzentrum Nord- der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein: +49-551-383180
  • Hamburg/Saar- Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen: +49-6841-19240
  • Mainz- Beratungsstelle bei Vergiftungen: +49-6131-19240
  • München- Giftnotruf München: +49-89-19240

https://petleo.net/2019/05/19/vergiftung-durch-rodentizide-rattengift/

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