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Eichenprozessionsspinner
Eine unterschätzte Gefahr?

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In den warmen Sommermonaten zeigt sich das Leben in der Natur in ihrer ganzen Vielfalt.
Auch wir Menschen bewegen uns wieder mehr in der Natur und kommen unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten nach. Nicht selten haben wir dabei auch unseren Vierbeiner dabei. Einige Gefahren sind jedoch einer Vielzahl der Menschen gar nicht bekannt. Eine besondere Gefahr geht von dem Eichenprozessionsspinner aus – Einer Raupe, die vielen Hundehalter unbekannt ist.

 

Inhalt

Was ist ein Eichenprozessionsspinner?

Beim Eichenprozessionsspinner (Lat: Thaumetopoea processionea) lebt in Eichen und ernährt sich auch von diesen. Es handelt sich um eine Raupenart mit sehr dichtem Haar, die sich später zu einer Motte entwickelt. Ihre Rückseite enthält Thaumetopoein, ein Stoff der zu Läsionen an Haut und Schleimhäuten führt. Das giftige Protein wird von sogenannten Brennhaaren der Raupe übertragen, welche sich auch mit dem Wind verbreiten können (1).

 

Wann sind die Raupen zu finden?

Biologisch hängt die Metamorphose von der Lufttemperatur ab. Die Raupen bevorzugen heiße und trockene Jahreszeiten. Aufgrund der globalen Erwärmung werden sie in Deutschland über die letzten Jahre verstärkt beobachtet. Je nach Temperatur schlüpfen die Raupen von Mai bis Juni. Anschließend verpuppen Sie sich. Da das Raupengift über mehrere Jahre wirkt und Mausernester das ganze Jahr über in Waldgebieten zu finden sind, sind die Haare das ganze Jahr über eine Gefahrenquelle. Die Federn auf dem Rücken sind pfeilförmig und fast unsichtbar. Durch ihre Form und ihr geringes Gewicht können Sie zusätzlich vom Wind getragen werden (2).

 

Eichenprozessionsspinner

Brennhaare sind das ganze Jahr über eine Gefahrenquelle. Besonders von Mai bis Juni.

Besteht eine Gefahr für meinen Hund?

Die Raupe ist nicht nur unseren Hund, sondern ebenfalls für uns Menschen gefährlich. Beim Menschen reichen die Symptome von starkem Juckreiz bis hin zu Bronchitis oder Asthma.  Der Kontakt mit diesen Haaren kann zu Hautläsionen und Entzündungen führen. In Regionen, in denen der Eichenprozessionsspinner auftritt, werden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen.

Normalerweise schützt das Fell der Hunde unsere vierbeinigen Freunde vor den gefährlichen Brennhaaren der Raupe. Auf der anderen Seite sind Hunde jedoch sehr experimentierfreudig. Da sie an den Raupen riechen und lecken, treten die Läsionen oft im Gesichtsbereich und vor allem auf den Zungen unserer neugierigen Hunde auf. Darüber hinaus lassen weitere Symptome beobachten:

 

hunde_Eichenprozzessionspinner

Obwohl die Symptome in der Regel auf Irritationen beschränkt sind, können sie genügend Schäden an der Zunge verursachen, um eine Nekrose (Absterben der Zellen in diesem Bereich) zu verursachen (1,2).

 

Wenn dein Hund jemals mit diesen Raupen in Berührung kommt, kontaktiere so schnell wie möglich deinen Tierarzt.

 

Wie erkenne ich die Raupen?

Du solltest dich in der Nähe von Eichen stets aufmerksam bewegen. Eichenprozessionsspinner erkennt man meistens an ihrer Bewegung. Die Tiere sind treten meistens in Gruppen auf. Charakteristisch sind ihre sehr feinen und vergleichbar langen Haare.

 

Was ist bei einer Berührung mit meinem Hund zu unternehmen?

Eichenprozessionsspinner

Wenn du Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckst, solltest du diese sofort an Straßen- und Grünflächenämtern bzw. Bezirksämtern melden. Zusätzlich solltest du die folgenden Schritte befolgen:

 

Deutschland befindet sich nun schon das dritte Jahr in Folge im Griff der Eichenprozessionsspinner. Fortschritte bei der Bekämpfung konnten bislang nur partiell vermeldet werden. Meist kommen hierbei großflächige Toxine zum Einsatz, welche in ihrer Wirksamkeit nur bedingt effektiv sind.
Wir rufen deshalb alle Hunde- und Katzenbesitzer auf befallene Stellen über die PetLEO Karte zu melden. Damit schützt du nicht nur deine Mitmenschen und deren Haustiere, sondern hilfst auch den örtlichen Behörden bei der gezielten Bekämpfung der Schädlingsherde. PetLEO verspricht alle erfassten Daten mit den Landkreisen und städtischen Ordnungsämtern zu teilen, sodass die Gefahr von unseren Parks, Radwegen und Liegewiesen erfolgreich gebannt werden kann.

 

Quellen:

1) Carson, A., Irvine, R., & Foster, A. P. (2015). Oak processionary moth (Thaumetopoea processionea). Veterinary Record, 177(3), 79-79.

2) https://www.sdw.de/waldwissen/verhalten-im-wald/eichenprozessionsspinner/index.html

3) www.tierarzt-rueckert.de

 

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Author

Fulya S.
Fulya is Co-Founder and a Veterinarian at PetLEO. Besides her Ph.D. and her work at Tierklinik Ismaning, she supports PetLEO with all her power and expertise.

Tags

AusbruchtBrennhaarEichenprozzesionsspinnerToxic

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